Die Implantation

Die Implantation des DIAMOND (TANTALUS) Systems wird als minimal-invasiver Eingriff unter Allgemeinnarkose durchgeführt. Der IPG und die Ladespule werden typischerweise in subkutane Taschen am Abdomen eingebracht. Eine bipolare Magenelektrode wird zur Aufzeichnung der Dehnung des Fundus am Fundus fixiert und zwei bipolare Elektroden werden pylorusnah am Antrum platziert, um langsame Wellen zu detektieren und Signale abzugeben.

Elektrodenplatzierung
Zwei Elektroden (gehen Y-förmig aus einem gemeinsamen Kabel hervor) werden am Fundus angebracht. Die proximale Elektrode wird in der Nähe des gastroösophagealen Übergangs fixiert, die zweite Funduselektrode parallel zur ersten mit einem ähnlichen Abstand.

Vier Elektroden werden in der Nähe des Pylorus im Antrum implantiert: Zwei werden an der posterioren Seite des Antrum und zwei an der anterioren platziert. Die Elektroden werden an der Magenwand fixiert.

Antrum-Funktion und elektrische Signale können bei Bedarf mittels eines externen Programmiergeräts überwacht bzw. individuell adaptiert werden, das auf den Impulsgenerator gelegt wird und bei einer Testmahlzeit, die der Patient bei der Kontrolluntersuchung erhält, die Charakteristika der elektrischen Signale und die Reaktion des Magens anzeigt.

Nach der Implantation wird der Patient mindestens 24 Stunden lang postoperativ betreut.

Das DIAMOND (TANTALUS) System wird von Typ 2 Diabetikern und adipösen Patienten gut toleriert. Die meisten Nebenwirkungen waren nicht ernst und standen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Eingriff bzw. dem Implantat. Es wurden Komplikationen wie bei entsprechenden anderen laparoskopischen Interventionen beobachtet.