Patientenberichte

Maria L., Wien, Österreich, Juli 2008

„Hallo. Für mich ist das recht neu – aber ich möchte Ihnen über meine Erfahrungen mit dem Magenschrittmacher berichten.

Anfang 2005 fühlte ich mich wie eine alte Frau, kurz vor der Rente, hatte Typ 2 Diabetes (kurz davor, Insulin spritzen zu müssen), war sehr übergewichtig und immer müde und konnte mich an nichts wirklich begeistern.

Dann erfuhr ich, dass ich bald Großmutter werden würde; und für mein Enkelkind wollte ich eine aktive, gesunde Oma sein. In einer Anzeige hatte ich von der Studie zum DIAMOND (TANTALUS) System gelesen, und habe mich sehr gefreut, dass ich angenommen wurde.

Ich habe das Stimulationsgerät jetzt seit 3 Jahren, und mein 3 Jahre alter Enkel sagt, dass ich die „beste Oma“ bin, die immer wieder neue Einfälle für gemeinsame Aktivitäten hat, wie zum Beispiel einen Bahnhofsbesuch mit einer Bahnfahrt usw. Bis jetzt habe ich 25 Pfund abgenommen, und obwohl ich immer noch rundlich bin, bin ich nicht mehr fett. Mein Langzeit-Blutzuckerwert ist von 9,7 auf 6,5 gesunken. Die Zeitung hat mich interviewt und das Fernsehen hat einen Bericht über mich gebracht.

Für mich ist das Stimulationsgerät also mein bester Freund, denn es hat mir wieder ein aktives und sinnvolles Leben ermöglicht. Und übrigens: Im Krankenhaus habe ich richtig nette neue Leute kennengelernt!“.

S. Bayer, Berlin – Februar 2009
Mein DIAMOND
(TANTALUS) und ich, eine Geschichte mit Happy-End

„Mitte November, und wieder ist mein Gewicht auf der Waage bei meinem Arzt richtig explodiert: Gerade 3,4 Kilo unter meinem Rekordgewicht von 123,4 kg. Die Kleidung ist wieder eng geworden und ich fühle mich nicht besonders wohl. Ich wünschte, dass bei der Blutuntersuchung nicht wieder ein Anstieg des HbA1c Werts herauskommt! Normalerweise liegt der zwischen 7,2 und 7,6. Bitte nicht noch höher! Bitte nicht schlimmer als vor drei Monaten! Was soll ich denn bloß machen? Natürlich wird mir der Arzt wie immer sagen, dass ich abnehmen muss.

Haha, ich weiß schon, was ich tun muss, ich sehe es klar vor mir; aber die Vorstellung, wieder eine neue Diät anzufangen, die dann nur für kurze Zeit erfolgreich ist…, nur so lange, bis mein Wille wieder schwach wird und die unausweichliche Fressorgie kommt. Seitdem ich erwachsen bin, geht das schon so. Deshalb halte ich einen weiteren Versuch, der scheitern wird, für sinnlos, denn der würde mich nur stressen und depressiv machen. Ganz klar nicht sinnvoll.

Ein Glück, dass ich beim Diabetologen lange warten musste. Mir fällt ein Poster auf, auf dem die Charité Patienten für die Teilnahme an einer klinischen Studie sucht: „Sind Sie übergewichtig? Haben Sie Diabetes, der bisher nur mit Tabletten behandelt wurde? Sind Sie so-und-so alt usw.?“

Ich war neugierig, aber zuerst kam mir in den Sinn „Bloß nicht, es geht doch um ein Implantat“, so etwas wie einen Schrittmacher, ein Stimulationsgerät – DIAMOND. Eine neuartige Therapie für Typ 2 Diabetes mit einem Bonus: Sehr wahrscheinlich kommt es als Nebenwirkung zur Gewichtsabnahme! Klingt komisch. Ich müsste mich operieren lassen, nein, das hatte ich nie gewollt. Keine Magenverkleinerung mit Klammern, keine Magenbypass-OP, kein Magenband oder einen anderen Eingriff in meinen Körper! Solche Operationen sind mir schon immer zu brutal und bedrohlich vorgekommen.

Das hier wäre aber anders. Obwohl es um eine Implantation unter Allgemeinnarkose geht, ist der Eingriff nur minimal-invasiv, und was das Wichtigste ist: Alles ist umkehrbar! Das klingt gut. Elektrische Signale würden meinen Stoffwechsel anregen, so dass ich schon bald nach Beginn des Essens das Gefühl eines vollen Magens hätte, und meinem Gehirn signalisieren, das ich genug gegessen habe. Das passt sehr gut zu meiner Persönlichkeit: Ich schaffe es, eine Zeitlang nicht zu essen, aber wenn ich einmal zu essen anfange, kann ich nicht aufhören, bis ich mich total überessen habe. Ich habe mich entschlossen, der Arzthelferin zu sagen, dass ich an dieser Behandlung interessiert bin. Der Arzt hat mich dann reingerufen und mir gesagt, dass er meint, ich käme für diese Implantation in Frage und dass bei mir alle nötigen Vorbedingungen erfüllt sind.

Toll! Ich werde in die Studie aufgenommen und dann geht alles sehr schnell. Die Operation fand Anfang Dezember statt. Da ich eine Narkose bekam, war das nicht weiter aufregend. Im Krankenhaus musste  ich fünf Tage bleiben, aber es gab keine Komplikationen, und die Behandlung war qualifiziert und umfassend. Ein Techniker von MetaCure war bei dem Eingriff dabei und hat die technischen Dinge geregelt, also alle nötigen Einstellungen am DIAMOND gemacht. Das ging von außen, also durch die Haut. Jetzt brauche ich nur noch einmal jede Woche das externe Ladegerät zu benutzen, um das Stimulationsgerät wieder mit Energie zu versorgen. Mein Arzt und der Techniker von MetaCure überprüfen regelmäßig die technischen Einstellungen und analysieren und bewerten die Therapie.

Wichtiger als alles: Es funktioniert wunderbar! Natürlich musste ich mich erst dran gewöhnen, denn ich habe jetzt etwas Künstliches in meinem Körper, aber ich sehe das als ein Ersatzteil, das mir hilft, einen Vorgang zu erhalten, den der Körper nicht selbst erledigen kann – fast wie eine nötige Reparatur.

Während einer Mahlzeit fühle ich mich jetzt schon nach einer kleinen Portion voll und esse deshalb sehr viel weniger*. Nach gerade sechs Wochen lag mein HbA1c–Wert bei 6,4. Bis jetzt habe ich schon 9 Kilo abgenommen – ohne Stress und ohne mich immer hungrig zu fühlen. Mir ist klar, dass das noch keine Langzeiterfahrung ist, aber bisher nenne ich das einen Erfolg in allen Punkten. Die Wunden sind gut verheilt, und tatsächlich esse ich, was ich will, nur eben viel weniger als früher. Ich habe praktisch keinen Appetit auf Süßigkeiten , was natürlich sehr hilfreich ist, mein Langzeitziel zu erreichen, weniger Tabletten einzunehmen und nicht auf Insulin umsteigen zu müssen.

Meine vorläufige Zusammenfassung: Ich kann das DIAMOND Stimulationsgerät jedem empfehlen, der in einer ähnlichen Lage ist wie ich es war. Man muss gründlich darüber nachdenken, und die eigene Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin jetzt sehr zuversichtlich, dass auch in Zukunft alles glatt läuft. Bisher gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln. Wünschen Sie mir Glück!“

Lucia S., Fondi, Italien, Februar 2011

„Mein Name ist Lucia und meine Geschichte begann 2009, also vor etwa 2 Jahren. Ich habe Typ 2 Diabetes und ich bin auch übergewichtig; ich wog sogar 125 kg  bei einer Körpergröße von 171 cm. Für meinen Diabetes bekam ich Metformin, hatte aber kein gutes Gefühl dabei. Ich konnte nicht allzu viel tun und war deshalb immer nervös, hab’ mich müde gefühlt und wollte dauernd schlafen und essen, sobald ich wach war.

Dann habe ich mir eines Tages „Genug jetzt!“ gesagt und mich entschlossen, dass ich etwas tun müsse, um mein Leben zu ändern, da ich mich selbst nicht mehr ausstehen konnte.

Ich hatte von dieser Abteilung für Fettsuchterkrankungen im Krankenhaus „Policlinico Gemelli of Roma“ gehört, einen Termin gemacht und dort ein großartiges Team vorgefunden. Die Ärztin hat einige Untersuchungen angeordnet, um meine Situation besser zu verstehen, mir dann gezeigt, wo die Testergebnisse auf Probleme hindeuteten, und mich schließlich in allen Details über ein implantierbares Gerät in der Erprobungsphase informiert, das DIAMOND System [TANTALUS].

Zunächst habe ich gezögert, aber nachdem ich gründlich darüber nachgedacht hatte, hat mich mein Verlangen, mein Leben endlich umzukrempeln, motiviert, mich für diese Behandlung zu entscheiden, obwohl ich, um ganz ehrlich zu sein, bisher noch nie von so einem Gerät gehört hatte.

Am Tag der Implantation war ich wegen des Eingriffs selbst nicht beunruhigt, machte mir aber Sorgen, hinterher kein normales Leben mehr führen zu können. Zum Glück waren meine Ängste unbegründet und heute bin ich sehr glücklich, tue, was ich früher hatte tun können, sogar meine Arbeit, die sehr schwer ist.

Mir war klar, dass sich nach dem Eingriff viele Dinge ändern mussten. Viele falsche Verhaltensweisen meines alten Lebens hatten aufzuhören, ich musste viel laufen, Sport treiben und mit meiner sitzenden Lebensweise Schluss machen.

Ich muss zugeben, dass das alles nicht leicht war; ich musste lernen, richtig und mäßig zu essen, da ich sonst diese starken Bauchschmerzen bekam.

Schließlich konnte ich dadurch und durch genaues Befolgen der Anweisungen der Ärzte das Metformin absetzen.

Gleichzeitig war zu sehen, wie sich mein Körper veränderte, und dadurch letztendlich auch meine Kleidung! Ich fühlte mich wohl, war glücklich und mein Leben veränderte sich. Meine Gesundheit hat sich täglich verbessert, was ich manchmal gar nicht glauben konnte.

Nach 8 Monaten hatte ich 35 kg abgenommen, was nicht leicht war, aber es lief so gut, dass ich mich doch nicht allzu sehr anstrengen musste. Ich hatte verstanden, dass wir lernen müssen, uns selbst zu achten.

Jetzt, nach 2 Jahren, fühle ich mich sehr gut, ich mag mich und Schaufensterbummel machen mir Spaß, wo ich früher immer nervös dabei wurde, denn ich konnte nicht alles anziehen, was ich wollte.

Manchmal frage ich mich immer noch, wie ich es geschafft habe — und weiß nur, dass ich dabei nie allein war. Ich muss der Professorin und ihrem Team meinen Dank aussprechen; alle standen mir immer sehr nah, haben mich versorgt und mir immer zugehört, wenn es nötig war, zum Beispiel als mein Bauch durcheinander war oder als ich nicht schlafen konnte, und haben mir immer geholfen, das jeweilige Problem zu lösen.

Also, dass ich mich heute wohl fühle, das habe ich denen zu verdanken!“

INDIVIDUELLE ERGEBNISSE KÖNNEN VON PERSON ZU PERSON VERSCHIEDEN SEIN